Wärme, Kälte, Nässe

Der Sommer steht vor der Tür!

Zeit, dass wir Diensthundeführer uns Gedanken machen, wie wir unseren vierbeinigen Kollegen bestmöglich vor schwierigen Witterungseinflüssen schützen können.

Warum leiden Hunde bei Hitze? Hitze macht Hunden viel mehr aus als Menschen, weil sie schlechter schwitzen können als wir. Unsere gesamte Körperoberfläche ist mit unzähligen Schweißporen gesegnet. Durch die Verdungstungskälte können wir unsere Körpertemperatur sehr effektiv regulieren. Beim Hund ist das anders: er hat zum „Schwitzen“ (sprich: um Verdungstungskälte zu produzieren) nur seine Mundschleimhaut und die Unterseite seiner Pfoten. Das ist im Vergleich eine nur kleine Oberfläche. Entsprechend ist ein Hund viel eher von Überhitzung bedroht als wir Menschen.

Ein Hund, der körperlich gut durchtrainiert ist, leidet unter Hitze zwar deutlich weniger als eine vierbeinige „Couch Potato“, trotzdem ist bei sommerlichen Temperaturen Vorsicht angebracht.

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Diensthund-Ausbildung — Könner oder Schaumschläger?

Wie ich eines vom anderen unterscheiden kann

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Rund um das Thema Diensthunde im privaten Sicherheitsdienst kursiert jede Menge Un- oder Halbwissen. Viele Leute erzählen viel, was ihnen mal jemand erzählt hat, oder was sie sich selbst ausgedacht haben. Und wenn ihnen häufig genug jemand zuhört ohne zu widersprechen, dann wird am Ende fast so etwas wie eine Wahrheit daraus.

Das gilt übrigens nicht nur für mündlich Erzähltes; besonders Mutige (ich finde jedenfalls, dass man dazu schon sehr mutig sein muss) halten sogar Seminare ab oder schreiben Bücher über Diensthund-Ausbildung, ohne eine nennenswerte Ahnung davon zu haben!

Eine Rezension eines besonders gelungenen Exemplars findet sich an anderer Stelle in diesem Blog.

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Diensthunde und Schutzhundesport

Kennt Ihr das?

Das allgemeine Lamentieren, dass „Der Deutsche Schäferhund“ sich nicht mehr zum Diensthund* eigne? „Der Belgische Schäferhund/Malinois“ viel eher?

Ich gebe zu: ich bin bekennender DSH-Fan. Mir gefielen die Kerle schon immer; sowohl vom Aussehen als auch von der Wesensart. Der „alte DSH“ ist oder war, bei aller Arbeitsfreude, ein ruhiger und gelassener Begleiter im Alltag. Wachsam, ohne paranoid oder Kläffer zu sein. Im Vergleich zum Malinois, diesem aufgekratzten Extrem-Schnelllerner, ist er dickflüssiger, langsamer, stabiler, sturer und deutlich weniger beeindruckbar—im Guten wie im Schlechten.

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Muskelspiele

Achte auf dich!

Unser Beruf hat in der Tat viele Seiten, die ziemlich ungesund sind. Wechselnde Schichten oder auch Nachtarbeit gehört definitiv dazu (In Dänemark ist Brustkrebs bei Frauen mittlerweile als Berufskrankheit in Folge von Nacht- oder Schichtarbeit anerkannt.)

Wenig Bewegung macht hässlich, alt und krank. Langes Stehen und langes Sitzen auch. Schlechtes Essen sowieso. Rauchen macht erst schlecht riechend, hässlich und alt und dann krank und dann tot.

Viele von uns leben vom „Stunden schrubben“, und haben daher keine Zeit, etwas für die Gesundheit und/oder etwas für ihre Beziehung/en zu tun. Auch das ist ungesund, und macht kaputte Beziehungen oder gar keine Beziehungen.

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Hunde richtig füttern

Wie oft füttern, wann, und was?

Bild zur Illustration

Ganz wichtig: mach aus dem Hundefutter keine Religion. Ich füttere gerne roh, weil es mir Spaß macht und weil es den Hunden schmeckt. Ich kenne aber auch viele Hunde, die mit Trockenfutter ernährt werden und quietschgesund und munter sind.

Ich füttere ein- bis zweimal. Vormittags gibt es Gemüse oder Obst, vielleicht ein wenig Quark dazu. Oder mal etwas Rinder- oder Hühnerleber oder was vom Essen übrig geblieben ist. Oder auch mal ein Ei (Eigelb roh, Eiweiß gekocht oder gebraten).

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Der Weg zum Diensthundeführer (DHF)

Für Hundeführer

Jeder, der legal im Wachgewerbe unterwegs sein will, braucht entweder eine Unterweisung nach §34a Gewerbeordnung (abgekürzt GewO), oder die Sachkundeprüfung nach §34a GewO. Sachkunde ist besser, weil höherwertig (bessere Jobs, mehr Geld). Beides nimmt die örtliche IHK ab.

Unterweisung heißt, sich 80 Stunden berieseln lassen, keine oder bestenfalls eine Verständnisprüfung, teuer (um die 800 €).

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Buchrezension: »Die Moderne Diensthund-Ausbildung« von Karl-Heinz Klöpper

von Claudia Petschull

Herr Karl-Heinz Klöpper hat kürzlich ein Buch über die „Moderne Diensthund-Ausbildung“ herausgegeben, das ich gebeten wurde, mir anzuschauen und zu rezensieren.

Mein beruflicher Werdegang von der Sortimentsbuchhändlerin (Unibuchhandlung) und diverse Praktika in Verlag und Druckerei sowie der „hundliche“ Teil meiner Vita (eigene Hundeschule seit 1986, Weiterentwicklung in Richtung Diensthunde und Sprengstoffspürhunde, Bewachungsgewerbe mit eigenem Sicherheitsdienst seit 2007) machen mich dazu vielleicht nicht ungeeignet.

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